Kernaufgabe: Klassifizierung
digitale Präzision

 

Kernaufgabe: Klassifizierung
digitale Präzision

Fleischprüfring | Klassifizierung

Automatische Klassifizierungssysteme: objektiv, reproduzierbar, digital

Was sind automatische Klassifizierungssysteme?

Automatische Klassifizierungssysteme sind technologische Verfahren innerhalb der Schlachtlinie, die Schlachtkörper anhand objektiver Messparameter wie Muskelfleischanteil, Fettverteilung, Konformation und Körpergewicht vollautomatisch erfassen und bewerten.

Ziel ist eine schnellere und lückenlose sowie abrechnungsgenaue Dokumentation. 

Die Änderung der Handelsklassenverordnung (HklVO) vom 1. Juli 1997 machte die nationale Einführung von vollautomatisch arbeitenden Klassifizierungsverfahren erstmals möglich.

Eingesetzte Technik beim Fleischprüfring

AutoFom: vollautomatische Klassifizierungsanlage für Schweineschlachtbetriebe

Das AutoFom ist ein vollständig automatisiertes Klassifizierungssystem, das auf der Ultraschalltechnik basiert. Die in einem halbrunden Edelstahlbügel integrierten 16 Schallköpfe erfassen nach Auslösen eines Startsignals bis zu 3.200 Einzelmessungen innerhalb eines vorbestimmten Messbereichs, woraus in einem hochkomplexen Rechenverfahren 127 Einzelvariablen komprimiert werden.

Die gewonnenen Messwerte können aus Speck-, Fleisch- oder auch Kombinationsmaßen bestehen und werden sowohl für die Berechnung des Muskelfleischanteils sowie der Teilstückgewichte herangezogen.

Sämtliche Berechnungen hierzu finden im eichpflichtigen Teil des Systems statt, welcher keine Eingriffe von außen zulässt.

Rinderschlachtkörper von zwei Seiten vor dem Kamerasystem VBS 2000

Eingesetzte Technik beim Fleischprüfring

VBS 2000: Vision-System zur objektiven Klassifizierung von Rinderschlachtkörpern

VBS 2000 ist ein kamerabasiertes Messsystem, das Rinderschlachtkörper am Ende der Schlachtlinie vollautomatisch bewertet. Das System scannt eine komplette Körperseite und leitet daraus objektive Kennwerte ab: Fleischfülle, Fettauflage, die voraussichtliche Ausbeute wertvoller Teilstücke sowie die Menge des insgesamt vermarktbaren Fleisches. Optional lassen sich weitere Merkmale wie Fettfarbe oder produktspezifische Qualitätsklassen erfassen.

Die Daten fließen direkt in die offizielle Handelsklassenbestimmung nach dem EUROP-System ein und bilden die Basis für eine transparente, nachvollziehbare Abrechnung.